Autorin: Verena Volkholz, VERA Branding & Marketing
2026 wird alles anders
Das B2B-Marketing steht vor einem strukturellen Umbruch. Nicht einzelne Kanäle verändern sich, sondern das Zusammenspiel von Marke, Inhalt und Technologie.
Zentrale Impulse lieferte hierzu Meidine Oltmanns (Marketingleiterin von FLYERALARM in Würzburg) auf dem Strategiegipfel B2B E-Commerce & Marketing in Berlin, der führende Marketing‑Entscheider:innen zusammenbrachte, um Zunftstrends im B2B‑Marketing zu diskutieren. Darunter auch Meidine Oltmanns’ Beitrag. Ihre Thesen lassen sich klar mit den aktuellen Einschätzungen führender Marketingexperten wie Björn Tantau, Jens Polomski, Felix Beilharz und Prof. Dr. Michael Müssig verbinden.
VERA ordnet diese Aussagen strategisch ein und zeigt, was sie konkret für B2B-Marken 2026 bedeuten.
Trend 1: Print wird zum bewussten Markenerlebnis
Meidine Oltmanns betont Print nicht als Gegenspieler digitaler Kanäle, sondern als strategischen Verstärker in einer überreizten Kommunikationslandschaft.
Print übernimmt dabei eine neue Rolle: Marke spürbar machen, nicht informieren.
Diese Sicht wird u. a. von Björn Tantau und Prof. Dr. Michael Müssig gestützt, die multisensorisches Marketing als Reaktion auf digitale Austauschbarkeit beschreiben. Haptische Touchpoints steigern nachweislich Aufmerksamkeit, Markenbindung und Erinnerungswert (u. a. Ipsos „Touch Matters“).
VERA-Perspektive:
Print funktioniert 2026 nur dann, wenn er Teil einer ganzheitlichen Markenstrategie ist. Nicht als Werbemittel, sondern als Erlebnisanker innerhalb phygitaler Customer Journeys.
👉 Strategische Frage für Unternehmen:
Wo erzeugt eure Marke heute echte Wahrnehmung und wo nur Sichtbarkeit?
Trend 2: Themen- & saisonales Marketing ersetzt Produktlogik
Ein zentraler Punkt in Oltmanns’ Vortrag:
B2B-Marketing muss sich vom Produkt lösen und dem Kontext zuwenden.
Diese Entwicklung deckt sich mit den Analysen von Jens Polomski und Felix Beilharz, die Content-Erfolg nicht mehr über Performance-Kennzahlen allein definieren, sondern über Relevanz, Timing und narrative Klammern.
Prof. Dr. Michael Müssig beschreibt diesen Shift als Übergang von Lead- zu Demand Creation: Märkte entstehen durch Bedeutung, nicht durch Produktlisten.
VERA-Perspektive:
Marken gewinnen 2026 nicht durch mehr Output, sondern durch klare Themenführerschaft. Erfolgreich sind Unternehmen, die Szenarien denken, nicht Sortimente.
👉 Strategische Frage:
Welche Themen besetzt eure Marke – unabhängig vom Produkt?
Trend 3: KI wird strategischer Co-Pilot, kein Tool
Meidine Oltmanns beschreibt KI nicht als Effizienzmaschine, sondern als kollegialen Verstärker.
Diese Haltung teilen auch Björn Tantau und andere Branchenexperten, insbesondere mit Blick auf den fundamentalen Wandel von Suche und Sichtbarkeit.
• Klassische SEO-Modelle verlieren an Wirkung
• Generative Suche & Prompt-basierte Discovery gewinnen
• Marken müssen in Antworten vorkommen, nicht nur in Rankings
KI verändert damit nicht nur Prozesse, sondern Markenführung, Content-Strategie und Entscheidungslogik.
VERA-Perspektive:
KI ist 2026 ein strategisches Thema, kein Technologieprojekt. Ohne klare Positionierung, Governance und Markenlogik verstärkt KI nur Beliebigkeit.
👉 Strategische Frage:
Wofür steht eure Marke? Selbst dann, wenn die KI für euch spricht?
Fazit: Marketing 2026 ist eine Führungsaufgabe
Die Aussagen von Meidine Oltmanns (FLYERALARM), gespiegelt an den Einschätzungen von Tantau, Polomski, Beilharz und Müssig, zeigen deutlich:
- Marken müssen wieder erlebbar werden.
- Inhalte brauchen Kontext und Dramaturgie
- KI verlangt strategische Klarheit, keine Schnellschüsse
Genau hier setzt VERA Branding & Marketing an:
Wir verbinden Markenstrategie, Kommunikation und Technologie – damit Marketing nicht nur funktioniert, sondern wirkt.
👉 Wie zukunftsfähig ist eure Marke wirklich?
Lasst uns gemeinsam analysieren, wo ihr steht – und wie ihr euch strategisch auf 2026 vorbereitet.